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Depressionen

Nahezu jeder Mensch leidet irgendwann einmal in seinem Leben unter niedergedrückter Stimmung oder glaubt sogar, das Leben hätte keinen Sinn mehr. Im Normalfall verschwinden diese Gefühle nach kurzer Zeit und das Leben wird wieder mit gewohnter Energie gemeistert. Manche Menschen leiden allerdings immer wieder und dann oft auch stark und lange unter depressiven Beschwerden und Verstimmungen. Die Ursachen dafür können sehr vielfältig sein.

 

Wie kommt es zu Depressionen?

 

Depressionen können durch sehr unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden. Reaktive Depressionen entstehen meist aus konkreten Ereignissen, Erfahrungen oder Lebensabschnitten, die mit einschneidenden Veränderungen verbunden sind. In Zeiten mit Verlusten oder großer Traurigkeit sind viele Menschen besonders depressionsanfällig. Ereignisse, die häufig Depressionen auslösen sind z.B. der Verlust eines geliebten Menschen oder die Trennung vom Partner oder den Kindern. Aber auch der Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt, wie z.B. Pubertät, Schwangerschaft, Klimakterium oder Rentenalter kann auslösend sein. Ob solche Situationen zu einer Depression führen, hängt überwiegend davon ab, welche Einstellung man zum Leben hat und wie man mit Konflikten und Problemen umgeht. Sogenannte larvierte, also getarnte Depressionen zeigen sich nicht in Form von gedrückter Stimmung oder geringem Lebensmut, sondern Sie drücken sich in psychosomatischen Beschwerden aus, z.B. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Magenbeschwerden usw. Die Betroffenen begeben, sich oft in eine Odyssee von Arzt zu Arzt ohne dass eine organische Ursache für ihre Beschwerden gefunden werden kann. Die letztendlich psychischen Ursachen aufzudecken, ist oft ein sehr mühsamer Prozess, der viel Geduld erfordert. Endogene Depressionen werden sehr wahrscheinlich durch gestörte biochemische Prozesse im Gehirn verursacht, die den Hirnstoffwechsel beeinflussen und die Depression auslösen. Hierbei kommt der Auslöser also von innen.

 

Wer ist für depressive Störungen anfällig?

 

Viele, zu Depressionen neigende Menschen leiden an aggressiven Gefühlen, die sich gegen sie selbst, statt nach außen richten. Für Ärger, Wut und Verzweiflung werden nicht mehr die eigentlichen Ursachen erkannt, sondern für Enttäuschungen und Versagen machen sich depressive Menschen vor allem selbst verantwortlich. Daraus entsteht oft ein Gefühl der Minderwertigkeit. In Zeiten eingreifender Veränderungen kann sich eine depressive Veranlagung oft deutlicher bemerkbar machen. So ist ein gehäuftes Auftreten von Depressionen zwischen dem 30. und 40. sowie zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr zu beobachten. Midlife-Crisis und Pensionsschock sind dabei nicht selten beteiligt. Frauen scheinen depressionsanfälliger zu sein als Männer. Bei reaktiven Depressionen sind schätzungsweise 80% der Betroffenen Frauen. Vielleicht liegt größere Depressionsrisiko der Frauen in dem immer noch vorherrschenden Rollenbild begründet, das verlangt, sanft, ausgleichend und liebevoll zu sein. Wer dem nicht entspricht, zerbricht nicht selten an den nicht zu erfüllenden Erwartungen. Auch reagieren Frauen auf einschneidende Ereignisse oft gefühlsbetonter als Männer. Die Veranlagung für eine endogene Depression ist möglicherweise angeboren, ausgelöst wird die Erkrankung aber nicht selten durch körperlich oder seelisch bedingte Auslöser.

 

Wie kann man Depressionen behandeln?

 

Wer häufig unter gedrückter Stimmung leidet oder bemerkt, dass er sich immer mehr von seinen Mitmenschen zurück zieht und von der Umwelt abkapselt, sollte das Gespräch mit seinem Arzt suchen. Dieser Schritt ist für viele Betroffene oft nicht leicht zu bewältigen, da sie sich zunächst eingestehen müssen, dass sie auf professionelle Hilfe angewiesen sind und das Problem nicht allein bewältigen können. Bei einer schweren Depression hilft oft eine medikamentöse Behandlung unter ärztlicher Aufsicht. Die hierzu eingesetzten Antidepressiva wirken stimmungsaufhellend, angstlösend, antriebssteigernd oder auch antriebsdämpfend, je nachdem, welche Medikamente individuell eingesetzt werden. Über den Einsatz der jeweiligen Präparate entscheidet der Arzt aufgrund seiner Untersuchungsergebnisse. Die Medikamente helfen ganz wesentlich, den Leidensdruck zu mindern. Sie wirken aber nicht gegen die eigentlichen Ursachen der Depression. Die Ursachen können nur beseitigt werden, wenn die zugrunde liegenden seelischen Konflikte aufgearbeitet werden. Hierzu ist in der Regel eine zusätzliche psychotherapeutische Betreuung notwendig. Diese kann als Einzel- oder Gruppentherapie erfolgen. Die Erfahrungen der Gruppentherapie werden durch den Kontakt zu depressiven Mitbetroffenen in Selbsthilfegruppen oft als besonders hilfreich empfunden.

 

Quelle: AZUPHARMA

 


 
 

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